Dino Saluzzi & Anja Lechner
Ojos Negros
Wenn Saluzzi seinen Balg flüstern und rauschen und singen lässt, schafft er Erinnerungsräume von leuchtender, suggestiver Schönheit. Eine melancholische Magie geht von seinen eigenen Geschichten aus, und aller verfallen ihr, an denen noch eine Sehnsucht zieht, ein namenloses Heimweh nach Irgendwo und Langvorbei. …
Am vollkommensten gelingt diese Magie der Erinnerung, der Entwurf von wechselnden dunkelfarbigen Seelenlandschaften, wenn Saluzzi allein ist mit seinem Bandoneon. Dachte ich, bevor ich seine jüngste CD hörte, ein Duo mit der Cellistin Anja Lechner. … Die ungleichen Instrumente verschmelzen zu einem Einklang, zirkeln tänzerische Rituale, entwerfen spielerische Dialoge, verschlingen und entschlingen sich – nicht auszumachen, wo der Diskurs improvisiert, wo er auskomponiert ist. Jazz? Ach was, einfach intimste Kunst von großer Intensität und Vollkommenheit.
Peter Rüedi, Weltwoche
Das Bild auf dem Cover der CD wurde mit Pigmentfarbe vom Monte Amiata, dem Ursprungsort der Idee von amiataemozioni, gemalt.
Musiker
Dino Saluzzi - Bandoneon; Anja Lechner - Violoncello
ECM 1991